Hamburg 28.03.2019

Einhundertzwanzig mal mal von Strafraum zu Strafraum in einer Halbzeit ist in etwa die durchschnittliche Laufleistung von Benjamin Iden. Weil das aber keine Herausforderung für den Schiedsrichter des Rahlstedter SC ist, macht er das auch noch fünf Halbzeiten hintereinander.

Wenn dann am Sonntag Vormittag auf dem Fußballplatz die Akteure die dem Ball nachjagen eher stören, verlegt Benni sein Extremhobby lieber in die Hamburger Innenstadt wo zehntausende Läufer beim diesjährigem Haspa Marathon die gleiche Idee hatten.

Kreuz und Quer ging es dann durch die Hamburger Innenstadt bis Benjamin nach respektablen 3 Stunden und 55 Minuten an den Messehallen über den auf dem Roten Teppich  aufgemalten Zielstrich laufen durfte.

Vor allem mentale Stärke gehört dazu einen Marathon zu bewältigen - sagt man. Viele vergessen dabei, das dazu auch verdammt hartes Training gehört. Täglich spulte Benjamin seine Kilometer ab und überwachte seine Trainingsleistung. Sinnbildlich für diese Trainingsdisziplin ist dafür eine Begebenheit auf der Sportanlage des Rahlstedter SC:

Nachdem Benni das Spiel nach 90 Minuten abgepfiffen hatte schaute er auf seinen Schrittzähler am Handgelenk und kommentierte: "Verdammt, reicht noch nicht." Anstatt dann, wie normaler Weise üblich, unter die Dusche zu springen wechselte Benni das Schuhwerk und lief von der Sportanlage zu Fuß nach Hause - mit einer ordentlichem Extra Runde durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum

Welche Ziele der Hobby-Schiedsrichter sportlich hat, nachdem er im letzten Jahr den Halbmarathon mit 1:41  und dieses Jahr erstmalig die 42 Kilometer knackte?

"Auf alle Fälle im nächstem Jahr wieder dabei sein, das Glücksgefühl auf den letzten Metern ist unbeschreiblich." Mit breitem Grinsen verweist Benjamin auch auf seine Trainingseinheiten: "Radfahren und Schwimmen haben mir während der Vorbereitung auch viel Spaß gemacht und Hawaii soll ja angeblich zu den Traumzielen gehören, aber jetzt will ich erstmal wieder was pfeiffen."