Allgemeines

Seit Beginn der Saison 2017/18 findet der sogenannte Videobeweis z.B. bei Bundesligaspielen Anwendung. Ebenfalls seit Beginn der Saison wird auch viel über das Für und Wider des Videobeweises, sowohl in den Medien als auch an den Stammtischen in den Vereinsheimen, diskutiert.

Der BSA-Walddörfer, als offizielles Organ des Hamburger Fußball Verbandes, beteiligt sich an dieser Diskussion nicht und wird dazu auch keine Erklärungen abgeben. Sehr wohl sind wir uns aber darüber bewusst, dass unsere Schiedsrichter zu dieser Thematik ihre eigene, persönliche Meinung haben und auch haben dürfen.

Der Videobeweis ist ein Teil des Fußball-Regelwerkes. Als Schiedsrichter ist es nicht unsere Aufgabe über das Für und Wider der Fußball-Regeln zu diskutieren, sondern die Regeln auf dem Fußballfeld so umzusetzen, wie sie uns der Regelgeber vorgibt.

Alle Anfragen zum Videobeweis werden vom BSA-Walddörfer daher nicht beantwortet. Wir verweisen Sie aus diesem Grunde bereits vorsorglich an die Pressestelle des Deutschen Fußball Bundes.

Für generelle Informationen zum Videobeweis sowie Presseinformationen zum Videobeweis besuchen sie bitte die offizielle Website des Deutschen Fußball Verbandes oder wenden sich direkt an den DFB.

Der Videobeweis bei Fußballspielen des Hamburger Fußball Verbandes

Internet, Youtube, Smartphone und viele andere machen es möglich. Bei nahezu jedem Fußballspiel im Hamburger Fußball Verband gibt es inzwischen irgendjemanden der das Spiel oder vielleicht nur die ein oder andere Spielszene mit seinem Smartphone oder auch mit etwas professioneller Videoausrüstung aus den verschiedensten Gründen aufzeichnet.

Besonders freuen wir uns auch immer über die semi-professionellen sowie professionellen Berichterstattungen, die auf verschiedensten Plattformen im Internet ihre Impressionen über den Amateurfußball im Bereich des Hamburger Fußball Verbandes einem breiten und interessierten Publikum zugänglich machen.

Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass ein Schiedsrichter Ihre Videoaufzeichnungen für seine Entscheidungen nicht verwenden darf. Im Bereich des Hamburger Fußball Verbandes findet der Videobeweis keine Anwendung. Der Schiedsrichter muss sich bei seinen Entscheidungen allein auf seine eigene Wahrnehmung oder auf die Wahrnehmung seiner Schiedsrichter-Assistenten verlassen.

Die Verwendung von Videoaufzeichnungen o.Ä. zur Entscheidungsfindung ist den Schiedsrichtern bei Spielen des Hamburger Fußball Verbandes ausdrücklich untersagt. Wir bitten Sie daher um Verständnis, wenn ein Schiedsrichter Ihre Videobilder - trotzdem Sie diese dem Schiedsrichter anbieten - ablehnt.

Die Verwendung von Videobildern zur Entscheidungsfindung durch einen Schiedsrichter bei Spielen im Bereich des Hamburger Fußball Verbandes ist ein Regelverstoß des Schiedsrichters bei dem der Schiedsrichter mit Konsequenzen seitens des HFV zu rechnen hat. Darüber hinaus haben die betroffenen Vereine bzw. Mannschaften in einem solchem Fall das Recht beim HFV Protest gegen die Spielwertung einzulegen.

Die Ablehnung Ihrer Videobilder durch den Schiedsrichter geschieht also in Anwendung der dem Schiedsrichter vorgegebenen Regeln für die Durchführung des Fußballspiels und sagt nichts über Ihre Person, die Qualität der Bilder oder deren mögliche Aussagekraft aus.

Gerne weisen wir darauf hin, dass unsere Schiedsrichter sich regelmäßig Videomaterial zu Schulungszwecken ansehen und bestimmt auch an Ihrem Videomaterial über die ein oder andere Szene des soeben geleiteten Spiels interessiert sein könnten. Man kann nur besser werden, wenn man eigene Fehler auch erkennt.

Wir können uns vorstellen, dass der ein oder andere Schiedsrichter sich Ihre Aufzeichnungen gerne nochmal nach dem Spiel ansieht, sofern er dafür auch Zeit hat. Respektieren Sie aber bitte, dass der Schiedsrichter, genau wie die Spieler, unmittelbar nach dem Spiel erst einmal einen mentalen Abstand zum Spielgeschehen bekommen muss, um auf Ihre Einlassungen in angemessener Form zu reagieren.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass es uns bei etwa 9.000 Spielleitungen pro Saison alleine schon aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, zu eingereichtem Videomaterial über Entscheidungen unserer Schiedsrichter Stellung zu nehmen. Wir bitten um Verständnis, dass wir derartige Anfragen daher auch generell nicht beantworten werden.