Feldverweise, Innenraumverweise, Spielabbrüche aber auch der Nichtantritt von Mannschaften, die Weigerung zu spielen oder der Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern und viele andere Unsportlichkeiten sowie Verstöße gegen die Spielordnung u.v.m. führen u.U. zu einer schriftlichen oder mündlichen Verhandlung beim zuständigem Sportgericht oder dem Jugendrechtsausschuss des Hamburger Fußball Verbandes.

Mit diesen Verhandlungen haben die Bezirks-Schiedsrichter-Ausschüsse nur in soweit etwas zu tun, das unsere Schiedsrichter zu derartigen Verhandlungen als Zeugen geladen und die Bezirks-Schiedsrichter-Ausschüsse über diese Zeugenvorladung informiert werden.

Die sportjuristische Würdigung von derartigen Unsportlichkeiten obliegt nach Beendigung eines Spieles einzig und allein der Sportgerichtsbarkeit des Landesfußballverbandes. Weder der Schiedsrichter - nach einem Spiel - noch der Bezirks-Schiedsrichter-Ausschuss sind befugt oder in der Lage, Auskünfte über den möglichen Ausgang eines Sportgerichtsverfahrens zu geben

 

Nach einem besonderem Vorkommnis bei einem Fußballspiel ist der Schiedsrichter verpflichtet, einen Sonderbericht beim Fußball Verband einzureichen, sofern der Vorgang in den Zuständigkeitsbereich des Schiedsrichters fällt. Der Fußball Verband entscheidet dann über die Notwendigkeit einer sportjuristischen Würdigung des Vorkommnisses. Bis zur Entscheidung durch den Fußball Verband, das Vorkommnis vor einer der Spruchkammern zu verhandeln, unterliegen sämtliche Sonderberichte der Verschwiegenheitspflicht. Diese Verpflichtung besteht nicht gegenüber staatlichen Ermittlungsbehörden bspw. im Rahmen der Verfolgung von Straftaten.

Mit der Einladung zu einer Verhandlung erhalten die Betroffenen auch Einsicht in den Sonderbericht des Schiedsrichters, um sich auf die Verhandlung vorbereiten zu können. Keinesfalls ist der Schiedsrichter dazu berechtigt, Sonderberichte an die Betroffenen, mögliche Beteiligte oder sogar an unbeteiligte Dritte zu geben. Dies gilt ebenfalls für die Weitergabe von Inhalten des Sonderberichts, auch in Auszügen und in egal welcher Form.

Wir bitten - insbesondere Pressevertreter - ausdrücklich darum, von Anfragen zu Stellungnahmen von Schiedsrichtern zu laufenden Verfahren oder den Inhalten von Sonderberichten abzusehen.

Schiedsrichter und die Bezirksschiedsrichterausschüsse unterliegen hierbei generell der Verschwiegenheitspflicht und dürfen sich über derartige Vorgänge nicht äußern. Dies gilt im Übrigen auch für Kommentare und sogenannte "O-Töne" unmittelbar nach einem Spiel.

Sollten sie Interesse an Ergebnissen von Sportgerichtsverhandlungen haben oder an einer bestimmten Verhandlung teilnehmen wollen, wenden sie sich bitte an die Pressestelle des Hamburger Fußball Verbandes.